Internationale Politik

Konflikttypen, Außenpolitik und Zukunftsmodelle internationaler Politik

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Paradoxerweise ist unsere Welt heute unsicherer, als je zuvor.
Und das, obwohl wir momentan in einer Phase leben, in der die meisten Menschen noch nie einen Krieg miterlebt haben.
Allerdings gibt es heutzutage – im Vergleich zu früher – mehr Gefahren, die sich zu einem ernsthaften Krieg entwickeln könnten.
In folgendem Artikel gehen wir auf verschiedene Konflikttypen, den Sinn von Außenpolitik und interessante Zukunftsmodelle in Bezug auf internationale Politik ein.

  • Politische/militärische Gefahren; (z.B. Nordkorea, Israel, Pakistan, usw.)
    insgesamt kleinere, lokale Konflikte
  • Ressourcenknappheit in bestimmten Regionen (Wasser als „Waffe“)
  • Kampf um Ressourcen (z.B. Öl, Metalle, usw.)
  • Terrorismus (vgl. 9/11)
  • Klimawandel
  • Ungleiche Verteilung von Reichtum (Erhöht Kriminalität unter Armen)

Insgesamt sorgen alle diese Ereignisse für Flüchtlingsströme, die wiederum zum Problem werden.

Flüchtlingskrise
Flüchtlingsströme aufgrund verschiedener Konflikttypen. Auswirkung internationaler Politik.

Eines der massivsten Pulverfässer auf der Welt ist der Nahe Osten. In diesem Artikel haben wir die Lage analysiert.

Neben klassischen Kriegsgefahren treten nun auch neue Erfahrungen von bewaffneten Unruhen auf.
Heute werden Kriege eher asymmetrisch geführt, sodass man fast nirgends mehr komplett sicher ist. (vgl. Terroranschläge in der EU)

Konflikttypen internationaler Politik

Chronische Konflikte
Diese bestehen schon über einen langen Zeitraum und sind fast unlösbar. (z.B. Indien vs. Pakistan oder der Nahostkonflikt)

Postsozialistische Konflikte
Länder aus Osteuropa, die im Kalten Krieg den „Ostblock“ gebildet haben mussten sich nach dem Zerfall der Sowjetunion 1990/91 neu ordnen. Auch hier entstanden Konflikte. (z.B. Bürgerkrieg in Jugoslawien)

Staatszerfall
Wenn die Zentralregierung ihre innere Ordnung nicht mehr halten kann, dann entsteht ein Machtvakuum, das oft von Kriminellen besetzt wird.
(z.B. Somalia)

Humanitäre Katastrophen
Geht es der Bevölkerung so schlecht, dass diese unter menschenunwürdigen Bedingungen leben, spricht man von einer humanitären Katastrophe. (z.B. Flüchtlingskrise oder Syrien)

Terrorismus
Wenn radikale Parteien sich – oft aus religiösen Ansichten heraus – gegen einen „Feind“ wehren wollen, können sie meist nur auf den Terrorismus zurückgreifen, da sie ansonsten keine andere Chance haben.
Die Methode der „vielen, kleinen Nadelstiche“ ist für sie oft effektiver als eine offene Konfrontation. (z.B. der Islamische Staat (IS) oder die HAMAS)

Verbreitung von Atomwaffen
Immer mehr Länder haben Atomwaffen, was einen dritten Weltkrieg – sollte dieser atomar geführt werden – menschheitsbedrohend machen würde.

Regimesturz
Greifen beispielsweise westliche Mächte, wie die USA, in Kriegsgebiete ein und stürzen den Diktator dort, um diesen mit Marionettenregierungen zu ersetzen, dann spricht man von einem Regimesturz. (z.B. Libyen oder Irak)

 

Worauf es bei Außenpolitik ankommt

Es ist wichtig zu betrachten, was einzelne Länder mit ihrer Außenpolitik bezwecken wollen. Hier ist eine Auswahl an möglichen Zielen oder Gründen, die diese beeinflussen:

  • Vorgeben einer politischen Richtung
  • Einbeziehung der Geschichte des Landes
  • Abhängigkeit untereinander
  • Militärische Ausstattung
  • Reichtum/Wohlstand
  • Geografische Lage
  • Fläche und Einwohnerzahl
  • Ressourcenvorkommen in einem Land
  • Zielsetzung der Regierung
  • Technologie und Fortschritt der Wissenschaft
  • Überzeugungskraft und möglicher Glaube an Ideologien
  • Selbstwahrnehmung und Fremdeinschätzung

Man muss sich vor Augen führen, dass jedes Land seine Außenpolitik nur so gestaltet, dass das eigene Interesse gewahrt wird.
Egal wie uneigennützig die Vorgehensweise auch sein mag, sie wird nur aus Eigennutz betrieben.

Außerdem werden die Ansprüche und Gestaltungen analog zu den vorhanden Machtmitteln verhandelt.
Das bedeutet, dass ein Land wie die USA deutlich größere Ansprüche stellen kann, als z.B. Luxemburg.

Wichtig sind auch die historischen Verpflichtungen eines Landes, die es erfüllen muss.
Im Falle von Deutschland sind das zum einen das zwingend gute Verhältnis zu Israel, Polen und Frankreich (aufgrund des Zweiten Weltkrieges) und zum anderen die Abhängigkeit von den USA (repräsentiert durch die EU).
Deutschland hat seine Verteidigung „outgesourct“, sodass wir auf die Verteidigung durch die USA angewiesen sind. Des Weiteren brauchen wir diese als wichtigen Absatzmarkt.

Zukünftige Ordnung der Welt

Im Folgenden sind mögliche Zukunftsordnungen aufgelistet und wie wahrscheinlich diese sind.

Hegemonie in einer Einflusssphäre (z.B. Expansion Chinas)
Sehr wahrscheinlich, da sich bald niemand mehr China in den Weg stellen kann.
Kaum einer kann sich offen gegen China stellen, ohne ernsthafte Konsequenzen – ob wirtschaftlich oder militärisch – in Kauf zu nehmen.
Das ist aber ein Problem, da sich China in Afrika und im pazifischen Raum immer weiter ausbreitet und Investitionen in Schwellenländern tätigt, damit diese an China gebunden sind.

Die Hauptakteure wären die USA, China und Russland. Wahrscheinlich
– aus momentaner Sicht – ist die Konstellation Russland und China gegen die USA. Aber in Zukunft – mit der rasanten Entwicklung und Einflussnahme Chinas – könnte das wirtschaftlich schwache, aber militärisch starke Russland auch eine Kooperation mit den USA und gegen China starten.

Zerfall supranationaler Organisationen (z.B. EU oder NATO)
Ebenfalls wahrscheinlich, zusätzlich zu Option Nummer eins.
Viele Staaten würden auf die Besinnung der eigenen Interessen zurückgeworfen werden und müssten sich im Bezug auf Sicherheitsfragen selbst schützen.

Global Governments
Äußerst unwahrscheinlich.
Staaten ziehen gemeinsam an einem Strang und kooperieren. Wer nicht mitmacht, hat schwere Sanktionen zu befürchten.

Weltregierung
Grenzt an eine Utopie. Niemals wird jeder seine Machtansprüche zurückstellen. So gut wie unmöglich.
Staaten und Grenzen werden aufgelöst und eine überstaatliche Autorität beginnt.

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